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Erntedank

Die Erntekrone – ein Symbol für Dankbarkeit und Gemeinschaft

 

In liebevoller Handarbeit werden Erntekronen Jahr für Jahr in ganz Österreich gebunden. Federführend wird diese Tätigkeit von den Mitgliedern der Landjugend übernommen. Oftmals geschieht das Binden in Zusammenarbeit mit der Bauernschaft, die die wertvollen Bestandteile der Erntekrone wie Getreide und Früchte zur Verfügung stellen.

 

 

Die Gestaltung lässt viel Spielraum zu. „Es gibt eigentlich keine Anleitung wie eine Erntekrone gebunden werden soll. Üblich ist jedoch, dass Kronen aus einer geraden Anzahl an Strängen wie z.B. vier, sechs oder acht Strängen bestehen“, so Walli Ebner, Obfrau der Salzburger Heimatvereine. Die Kronengestelle bestehen meist aus Holz oder Metall. Eines ist jedoch bei allen Erntekronen gleich: Gebunden werden Produkte, die regional zur Verfügung stehen. Das kann auch je nach Ernteertrag variieren. „In Regionen, in denen Grünlandwirtschaft im Vordergrund steht, wird ein Strang oder auch jeder zweite Strang mit Heu gebunden. Als Ausgangsprodukt für Brot wird fasst immer Getreide zusätzlich verwendet und gebunden“, so Ebner.

 

 

© Salzburger Heimatvereine

Die Gestaltung ist zudem sehr von der Kreativität der handelnden Personen abhängig. In die Mitte der Erntekrone werden meist Gaben gelegt, die dem Ernteertrag entstammen. Kürbisse, Kartoffeln, Äpfel oder Brotlaibe finden sich am Erntekronewagen wieder. In einigen Gemeinden wird die Erntekrone von Rössern und Wagen gezogen, manches Mal mit zur Hilfenahme von Traktoren oder sie wird per Hand im Zuge der Prozession getragen. „Da sich immer mehr Menschen auch zu Hause mit Kräutern beschäftigen, wird beispielsweise der Buchs mit seiner heilenden Wirkung zum Binden verwendet. Die Gestaltung der Erntekrone variiert und in 10 oder 20 Jahren wird sie bestimmt mit anderen Gaben geschmückt und verziert werden“, so Ebner.

Erntekrone und Erntegaben, Blumen und die Früchte des Gartens werden in einem Festzug bei der kirchlichen Prozession mitgeführt und gesegnet. Das Erntedankfest wird in vielen Gemeinden als Fest der Dorf- oder Pfarrgemeinschaft, das oft noch mit einem Kirtag, Bauernherbst oder mit einem Pfarrfest kombiniert, gefeiert. Ein Trend lässt sich vielerorts feststellen: Das Erntedankfest rückt seit Jahren verstärkt in den Mittelpunkt und die Erntekrone gewann als Symbol des Festes an Bedeutung. Der festliche Anlass lädt zum Nachdenken ein und soll auf die Achtsamkeit lenken, die Brot, Wasser, Früchte und Getreide verdienen.

 

 

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