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Geheimnisvolle Bräuche zwischen Weihnachten und Heilige-Drei-Könige

 

Wer kennt ihn nicht, den wohlvertrauten Geruch von Weihrauch, der einem zu Weihnachten in der Kirche und zu Hause in die Nase steigt. Was hinter dem alten Brauchtum steht und welche Möglichkeiten es neben dem typischen Räuchern zu Weihnachten gibt, haben die TeilnehmerInnen der Landjugend Pongau-Tennengau in zwei Räucherkurse bei Heidi Huber am Mühlhof erfahren. 

 

 

Als Einstieg erhielten die Landjugendmitglieder eine kurze Einführung in die geschichtliche Entwicklung, ehe sie die verschiedenen Methoden des Räuchern besprachen. Räuchern hat eine sehr lange Tradition, bereits die Römer sollen durch den Rauch ihre Bitten in den Himmel geschickt haben. Heute glauben viele, dass durch das Räuchern negative Energien und Belastungen vertrieben und abgeworfen werden können. Gleichzeitig wird das Bewusstsein erweitert und es soll einem leichter fallen, offener für Neues zu sein. 

 


 Besonders bei der Anzahl der Räuchertage gibt es starke Variationen. So passiert es, dass in vielen Haushalten an bis zu zwölf oder mehreren Tagen im Jahr geräuchert wird. „Wir gehen zu Hause immer drei Mal räuchern, das erste Mal in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember, das zweite Mal an Silvester und abschließend am 6. Jänner zu Heilige Drei Könige. Für mich war es komplett neu, dass viele an jedem Tag zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige mit der Räucherpfanne eine Runde durch und um Haus und Hof gehen“, so Bernadette Gschwendtner von der Landjugend Pfarrwerfen. Weiter im Gespräch:„Bei diesem Seminar wurde mir  erst richtig bewusst, wie vielfältig das Räuchern sein kann. “ 

 

 

Gab es früher nur die Wahl zwischen Weihrauch und Myrre oder die Kombination daraus, so gibt es heute unendliche viel Möglichkeiten. Für die Vorweihnachtszeit bieten sich Orange, Apfel, Zimt, Nelken und selbstverständlich der traditionelle Weihrauch an. Dabei soll man immer auf die Qualität achten. „Beim Weihrauch empfehle ich einen aus den typischen Ursprungsländern, da dieser die besten Räuchereigenschaften aufweist“, so die Referentin Heid Huber. 

 


 

Neben dem Räuchern in einer Pfanne, gibt es auch die Möglichkeit, eine Kerze in eine Schale mit einer Halterung für ein Metallsieb zu stellen. Auf diesem Sieb können dann getrocknete Kräuter, Obst, Rindenstücke und Harze gegeben werden. Diese Variante eignet sich besonders für eine lokale Räucherung, da hier nicht so viel Rauch produziert wird und der Geruch langsamer abgegeben wird. Besonders in Haushalten mit Kindern soll darauf geachtet werden, dass keine zu intensiven Komponenten verwendet werden und nach dem Räuchern ausgiebig gelüftet wird. 
Eine optimale Vorbereitung ist essenziell für das  perfekte Räucher-Ergebnis. Zu allererst ist es wichtig, Besen, Staubsauger und Putztücher in die Hand zu nehmen und einen richtigen Weihnachtsputz machen, ehe man einen Reinigungs- Räuchergang macht, um alles Negative los zu werden. Danach ist intensives Lüften das richtige Stichwort, bevor mit der zweiten Räuchermischung gestartet wird. Für die erste Mischung eignen sich „aufregende“ Kräuter, Gewürze und ein höherer Anteil an Weihrauch. Beim zweiten Räuchergang empfiehlt sich, leichte und fruchtige Düfte wie Nelken, Rosenblätter, Orangen und Äpfel zu verwenden.

 

 

Heidi Huber gab den TeilnehmerInnen viel von ihrem Fachwissen mit. Als Abschluss durfte sich jede/r seine ganz persönliche Räuchermischung  zusammenstellen. Ein wenig Weihrauch, eine Prise Rosenblüten, Tannennadeln, Salbei und Johanniskraut, eine besonders wohlriechende Mischung,  die es nicht überall zu kaufen gibt. Die Teilnehmerinnen sind sich einig, dass der Kurs sehr interessant war und sich jede/r für zu Hause neue Ideen mitnehmen konnte.

 

 

 



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